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Arp diktiert die Bedingungen

Der Hamburger SV hat nach acht sieglosen Spielen mit sieben Niederlagen in (unberechtigter) Überzahl einen Aufsteiger geschlagen, der auswärts punktlos ist. Schon überschlagen sich die Beobachter.

Der Verein, so weit man es beurteilen kann, trägt daran wenig Schuld. Der Maulkorb, den er seinem Talent Arp umhängt, ist in dieser Situation einmal gerechtfertigt. Auch ein abgeklärter 17-Jähriger kann Ruhe gebrauchen für das, was kommt. Den Rest erledigt sein Management.

Dem HSV stehen harte Verhandlungen bevor. Jann-Fiete Arp musste nicht erst durch Tore gegen Hertha und Stuttgart das Interesse zahlungskräftiger Klubs wecken. Rechtzeitig geistern auch wieder die Summen durch die Luft, die die Großverdiener einstecken. Lasogga ist weg, Wood in Ungnade gefallen, Holtby soll sich seinen Tribünenplatz mit dreieinhalb Millionen Euro im Jahr veredeln lassen. Das sind erstens Wahnsinnsverträge und zweitens Kategorien, in denen man Arp vermutlich ansiedeln muss, damit er einen neuen Vertrag unterschreibt und irgendwann mit hohem Gewinn abgegeben werden kann. Das Risiko trägt dann immer noch der HSV.

Die Bedingungen diktiert Arp.



Wolfgang Ehlers

Wolfgang Ehlers
Wolfgang Ehlers, Jahrgang 1957, Redakteur im Verlag Boyens Medien seit über 23 Jahren, ist Dithmarscher von Geburt an und ein jahrzehntelanger Beobachter der Sportszene.

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