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Aufregung in Dortmund

Lucien Favre spielt in der Champions League gegen Barcelona auf Bewährung. Das ist nicht der Anfang vom Ende seiner Zeit bei Borussia Dortmund. Dieser Anfang liegt früher.

Es passt nicht zwischen dem stillen Schweizer Fachmann und der latent aufgeregten Atmosphäre beim BVB. Die Erfolge der Vergangenheit sind eine Belastung. Es soll ja nur eine Richtung geben: nach oben. Das kann dann nur die Deutsche Meisterschaft sein. Aber da hat irgendeiner den Dortmundern den Blick verklärt.

Die Borussia mag viele teure Spieler in ihren Reihen haben - aber es ist auch ein überschätztes Ensemble. Die einen sind verletzungsanfällig, die nächsten launisch und wieder andere zu langsam und konteranfällig. Selbst ein Außenseiter wie Paderborn kann das für seine Zwecke nutzen.

Die Nervosität wiederum, die seit Jahren zunimmt, lässt unangenehme Schlüsse zu. Sollten die Champions-League-Millionen fehlen, wäre der mit längeren Verträgen an entsprechende Gehälter gekoppelte Kader zu teuer. Das kann einen Verein schnell in Schieflage bringen.

Werder Bremen und der HSV waren auch mal so.



Wolfgang Ehlers

Wolfgang Ehlers
Wolfgang Ehlers, Jahrgang 1957, Redakteur im Verlag Boyens Medien seit über 23 Jahren, ist Dithmarscher von Geburt an und ein jahrzehntelanger Beobachter der Sportszene.

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