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Augen zu und durch

Man darf Lewis Holtby nicht vorwerfen, dass er fünf Jahre lang zu den am meisten überbezahlten Spielern des Hamburger SV gehörte. Verträge werden von beiden Seiten unterschrieben. Dass der Verein öffentlich macht, er habe von der Fahrt nach Berlin absehen wollen, weil er den Platz auf der Bank schwer akzeptiere, sei ebenfalls unbenommen. Zu einem kleinen Skandal taugt die Sache schon. Als hätte der HSV so etwas noch gebraucht, wo er durch das 0:2 bei Union Berlin auf den vierten Platz zurückgefallen ist.

Der Wiederaufstieg, ob direkt oder über die Relegation, ist in akuter Gefahr. Auch Ingolstadt im nächsten Heimspiel wird kein bequemer Gegner werden. Diese Mannschaft ist besser als ihr vorletzter Tabellenplatz. Und sie hat gerade auch einen positiven Lauf.

Der HSV befindet sich dagegen nicht unter den ersten Zehn der Rückrundentabelle. Trotzdem bleibt jetzt nichts zu tun. Ein erneuter Trainerwechsel wäre Aktionismus. Augen zu und durch, lautet die Devise. In der 1. Liga dürfte man so allerdings gar nicht erst anfangen.



Wolfgang Ehlers

Wolfgang Ehlers
Wolfgang Ehlers, Jahrgang 1957, Redakteur im Verlag Boyens Medien seit über 23 Jahren, ist Dithmarscher von Geburt an und ein jahrzehntelanger Beobachter der Sportszene.

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Ich denke,man braucht kein Prophet zu sein um zu der Überzeugung zu kommen,dass Wolf seine Tage in Hamburg gezählt sind.
Wenn ein Spieler sich anmasst,für sich zu entscheiden,dass es sinnvoller ist zu Hause zu bleiben als seiner Mannschaft als Ergänzungsspieler auf der Bank zu helfen,
wenn ein Sportreporter den Sportlichen Leiter Ralf Becker direkt auf die Position vom Trainer ansprich [...]
Ich denke,man braucht kein Prophet zu sein um zu der Überzeugung zu kommen,dass Wolf seine Tage in Hamburg gezählt sind.
Wenn ein Spieler sich anmasst,für sich zu entscheiden,dass es sinnvoller ist zu Hause zu bleiben als seiner Mannschaft als Ergänzungsspieler auf der Bank zu helfen,
wenn ein Sportreporter den Sportlichen Leiter Ralf Becker direkt auf die Position vom Trainer anspricht ,dann dürfte jedem klar sein was die Uhr geschlagen hat.
Natürlich hat ein Nico Kovac so eine Ergebniskrise auch schon mal überstanden aber auch nur durch eine länger anhaltende Erfolgsserie.
Eine Erfolgsserie,die dem HSV und Trainer Wolf weder in den restlichen Spielen dieser noch wenn es dann doch noch klappen sollte als Aufsteiger,in der 1.Liga zuzutrauen ist.
Bei Nichtaufstieg dürfte sich das Thema sowieso erledigt haben.
Aktionismus hin und her aber der Trainer hat auch nicht wirklich viele Argumente,die für ihn sprechen.
In der Hinrunde viele Spiele mit Glück gewonnen liegt man in der Rückrundentabelle gerade noch auf Rang 14,mit 41 Toren liegt man auch nur an 11 Stelle und hat von den Spitzenteams die schlechteste Tordifferenz.
Das alles mit einem Erstligakader!!!
Beim FC Köln hat man schon gewusst warum man als Spitzenreiter die Reisleine gezogen hat.
Mit einem angeschossenen Trainer zu arbeiten macht perspektivisch gesehen keinen Sinn.
Ps.auch wenn R.Becker noch zum Trainer steht,das hatte Hitzelsberger in Stuttgart vor 14 Tagen auch und eine Woche später war M.Weinzierl Geschichte.

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