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Aus Bremen zu den Eagles

Im September geht es in der Lehmwohldhalle wieder los mit dem Basketball.

Nach einer Mitteilung des Vereins

Über manche Verpflichtung denken Trainer länger nach. Über manche dagegen nicht. Solch ein „No-brainer“ war Alieu Ceesay für Patrick Elzie, Coach der Itzehoe Eagles. Deshalb verstärkt der 22-Jährige aus Bremen die Eagles in der kommenden Saison der 2. Basketball-Bundesliga ProB. 

Alieu Ceesays Vater stammt aus Gambia, der Name wird englisch ausgesprochen. Geboren und aufgewachsen ist Ceesay in Bremen, dort kam er mit zwölf Jahren zum Basketball. Als 15-Jähriger wechselte er in das Nachwuchsprogramm des Bundesligisten Oldenburg, spielte dort auch beim Zweitliga-Konkurrenten der Eagles. 

In der vergangenen Saison war Ceesay wieder in Bremen aktiv und traf in der 2. Regionalliga auf die Eagles-Zweite. Mit den Weser Baskets wurde er Meister und legte dabei sehr gute Statistiken auf: im Schnitt 14,5 Punkte, gut sechs Vorlagen, fast fünf Rebounds und drei Ballgewinne. Doch diese Spielklasse reichte ihm nicht: „Ich wollte wieder höher spielen“, sagt der 22-jährige Flügelspieler. Zudem habe er mal etwas anderes als seine Heimatstadt sehen wollen. 

Die Eagles zeigten Interesse, Ceesay kam zum Probetraining. Dort habe er sich gleich wohl gefühlt und mit den anderen Spielern gut verstanden, sagt der Neuzugang. Er wisse, was in Itzehoe auf ihn zukomme: „Ich will jeden Tag im Training von den Besseren lernen.“ 

So stellt es sich auch sein neuer Coach vor. Mit 1,96 Metern habe der 22-Jährige eine gute Größe für einen Flügel, er sei sehr athletisch, auf mehreren Positionen einsetzbar und sehr hungrig, sagt Elzie. Ceesay sei als Basketballer „nicht fertig, aber mit so einem Spieler muss man arbeiten“. Denn: „Er will zeigen, was er kann – und ich bin überzeugt, dass er viel kann.“ 

Spielerisch werde er das tun, was von ihm gefordert werde, sagt der 22-Jährige. Als Stärke nennt er die Fähigkeit, Energie, Kampf und gute Stimmung beizusteuern – so wolle er versuchen, die Mitspieler mitzureißen. Auf gute Verteidigung legt er großen Wert, als Team wie auch persönlich: „Ich mag es, gegen den besten Spieler auf dem Feld zu spielen.“ So hole er sich das Selbstbewusstsein für die Offensive, sagt Ceesay. 

Am Einsatz wird es nicht scheitern: „Ich liebe es, wenn ich abends fertig bin, weil ich viel gelaufen bin.“ Mit den Eagles will der 22-Jährige an deren bisher bestem Saisonergebnis ansetzen und es weiter ausbauen. Ebenso klar ist sein persönliches Ziel: „Es ist eine Saison, in der ich mir beweisen möchte, dass ich auf ProB-Niveau sehr gute Leistungen bringen kann.“ 

Und das nicht unbedingt nur auf dem Feld: Ceesay sieht sich als möglicher „glue guy“ bei den Eagles – als Akteur also, der im Spiel und abseits davon mit kleinen, aber wichtigen Beiträgen etwas zum Erfolg des Teams beisteuert. Welche Rolle ihm auch gegeben werde, er werde sie annehmen und versuchen, sich seinen Platz zu erkämpfen, sagt der Neuzugang: „Ich bin gut genug, um mich in die Rotation zu spielen und ein wichtiger Teil des Teams zu werden.“ 

Und ein wichtiger Teil des Vereins noch dazu: Ceesay war bisher schon als Coach im Jugendbereich engagiert, das wolle er in Itzehoe gern weiterführen.



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