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Der Kult um Messi

Lionel Messi ist ein großartiger Fußballer. Cristiano Ronaldo auch. Aber was haben sie in der vergangenen Saison gewonnen? 

Messi wurde wieder mal Weltfußballer. 

Die mit viel Pomp in der Mailänder Scala durchgezogene Krönungsmesse ist ein weiterer Beleg für den ins Absurde geführten Personenkult. Gut, Interessen bedient werden, speziell der Ausrüsterfirmen. Aber ist das eine Rechtfertigung? 

Der sportliche Wert tendiert an Tagen wie diesen gegen Null - und wenn die Richtigen gewählt werden, der Trainer Klopp und vor allem die streitbare, regierungs- und systemkritische US-Dame Rapinoe, dann verblassen auch sie in diesem öden Wanderzirkus neben dem Scheinwerferlicht.

Messi? Einer muss es ja machen.



Wolfgang Ehlers

Wolfgang Ehlers
Wolfgang Ehlers, Jahrgang 1957, Redakteur im Verlag Boyens Medien seit über 23 Jahren, ist Dithmarscher von Geburt an und ein jahrzehntelanger Beobachter der Sportszene.

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Da muss ich ihnen ausnahmsweise einmal widersprechen Herr Ehlers. Klar hätte es ein Van Dijk auch verdient gehabt, aber sie tun ja gerade so als hätte Messi diese Saison nichts geleistet. Er hat in 50 Spielen 51 Tore geschossen und hat 22 Vorlagen gegeben, wurde bester Torschütze Europas und der Championsleague.
Davon mal abgesehen hat er bei der Wahl von den Kapitäne der Nationalmannscha [...]
Da muss ich ihnen ausnahmsweise einmal widersprechen Herr Ehlers. Klar hätte es ein Van Dijk auch verdient gehabt, aber sie tun ja gerade so als hätte Messi diese Saison nichts geleistet. Er hat in 50 Spielen 51 Tore geschossen und hat 22 Vorlagen gegeben, wurde bester Torschütze Europas und der Championsleague.
Davon mal abgesehen hat er bei der Wahl von den Kapitäne der Nationalmannschaften, den Trainern und von den Fans (Ja hier stimme ich mit dem Personenkult überein) die meisten Stimmen erhalten, lediglich bei den Journalisten war er hinter Van Dijk. Man muss natürlich dazu sagen, dass man Messi und Van Dijk schwer vergleichen kann, aber zu sagen dass es absurd ist, Messi dieses Jahr als Weltfußballer zu wählen, halte ich für falsch.

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Zu der Frage im Text, was die beiden gewonnen hätten.
Messi ist mit Barcelona Meister in Spanien geworden. Er hatte erheblichen Anteil daran.

Cristiano Ronaldo ist mit Turin Italienischer Meister geworden und hat ebenfalls einen großen Teil beigetragen. Zudem hat Portugal die Nations League gewonnen, ein Wettbewerb, der sicher umstritten ist, jedoch mit großem Ehrgeiz von jeder Nat [...]
Zu der Frage im Text, was die beiden gewonnen hätten.
Messi ist mit Barcelona Meister in Spanien geworden. Er hatte erheblichen Anteil daran.

Cristiano Ronaldo ist mit Turin Italienischer Meister geworden und hat ebenfalls einen großen Teil beigetragen. Zudem hat Portugal die Nations League gewonnen, ein Wettbewerb, der sicher umstritten ist, jedoch mit großem Ehrgeiz von jeder Nation angegangen wurde.

Klar kann man diese kommerzialisierten Veranstaltungen kritisieren, jedoch ist es sportlich keines Wegs verwerflich, dass ein Cristiano Ronaldo oder Lionel Messi immernoch Weltfußballer wird.

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Megan Rapinoe zur Weltfussballerin zu wählen ist auch Personenkult. Die Dame hat keine Gelegenheit ausgelassen vor jeder Kamera irgendetwas zu erzählen. Was das Sportliche betrifft, gab es im US Team sicherlich Damen, die mehr Anteil am Gewinn des Cups hatten. Carli Lloyd und Alex Morgan z. B. Und symphatischer sind diese auch. Fr. Rapinoe ist nur aufgrund des Personenkultes gewählt worden.

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