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Der Videobeweis zerstört Vertrauen

In Köln werden sich alle fragen, was sie verbrochen haben, weil sich alles gegen den FC verschworen zu haben scheint. Die etwas undurchsichtige Situation in Dortmund, als der Schiedsrichter das Spiel unterbrach, bevor der Ball die Torlinie überschritten hatte, ist gerade ein paar Tage her, da wurde das Stöger-Team vom Video-Schiedsrichter heimgesucht.

Die Situation ist nach dem 0:1 gegen Frankfurt brandgefährlich geworden. Verschwörungstheorien bieten sich an, die davon ablenken, dass das größte Problem in der Offensive liegt, wo der Abgang des Torjägers Modeste nicht kompensiert werden kann. Benachteiligungen durch Schiedsrichter beschleunigen jedoch eine Talfahrt, weil sie den Kopf beschäftigen.

Immerhin: Vor zwei Jahren ist Köln herausgekommen, obwohl in ähnlicher Form betroffen - besonders schlimm bei einem Handtor des Hannoveraners Andreasen. Unter anderem dieser Treffer diente immer als Begründung für den Videobeweis.

Dieser Videobeweis gaukelt Objektivität vor: Deshalb sind Benachteiligungen wie am Mittwoch schlimmer als jeder Schiedsrichter-Irrtum auf dem Feld. Sie zerstören das Vertrauen in eine unabhängige Instanz.



Wolfgang Ehlers

Wolfgang Ehlers
Wolfgang Ehlers, Jahrgang 1957, Redakteur im Verlag Boyens Medien seit über 23 Jahren, ist Dithmarscher von Geburt an und ein jahrzehntelanger Beobachter der Sportszene.

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