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Derbyzeit in Lübeck

Hingucker: In der Vorrunde erlebten 2522 Zuschauer das Duell des Heider SV mit dem  VfB Lübeck. Foto: Seehausen

Pressemitteilung von Stefan Freye, Norddeutscher Fußball-Verband

Der 21. Spieltag in der Regionalliga Nord steht vor der Tür. Es dauert auch nicht mehr lang,

dann sind zwei Drittel der insgesamt 306 Partien bereits absolviert. Langsam aber sicher werden

also die Weichen gestellt, oben wie unten in der Tabelle. Und das dürfte den Unterhaltungswert

dieser Spielklasse noch einmal steigern.

VfB Lübeck – Heider SV (Freitag, 19.30 Uhr)

Das Flutlicht leuchtet über der Lohmühle, und es ist Derby-Zeit: Viel besser könnten die

Voraussetzungen für einen spannenden Abend wohl nicht sein. Allerdings sprechen weder die

Platzierungen noch die jüngsten Ergebnisse für ein ausgeglichenes Duell: Während der VfB

Lübeck beim 3:1 in Lüneburg zuletzt in die Erfolgsspur zurückfand und den zweiten

Tabellenplatz festigte, kassierte der Heider SV beim 1:3 gegen Norderstedt die vierte Niederlage

aus den vergangenen fünf Partien. Er reist als 16. zum Spiel nach Lübeck. Immerhin: Für beide

Teams geht es bereits um ein bisschen mehr als drei Punkte.

SpVgg Drochtersen/Assel – Altona 93 (Freitag, 20 Uhr)

Das Flutlicht leuchtet über dem Kehdinger Stadion, und es ist keine Derby-Zeit, jedenfalls nicht im

engeren Sinn. Es geht um ein Elbe-Duell und ganz nebenbei auch um wichtige Zähler. Der

Gastgeber darf als Mannschaft der Stunde gelten nach zuletzt sechs Siegen in Folge. Auch

wenn der Trainer lieber nicht mitzählen möchte. „Grundsätzlich sprechen wir nicht über Serien“,

sagt Lars Uder. Es gehe immer darum, sich auf das kommende Spiel zu fokussieren. „Sonst

wird man überrascht“, sagt der Coach. Das dürfte selbst für den 17. aus Hamburg gelten – obwohl

Altona nun seit zwei Spieltagen beschäftigungslos ist und zuvor wochenlang nicht gewonnen

hatte.

Hamburger SV II – VfL Wolfsburg II (Sonnabend, 13 Uhr)

Das 0:1 bei Holstein Kiel II war ein bisschen unglücklich für den HSV II, denn eigentlich hätte

der Tabellenzwölfte punkten können. Gegen den VfL Wolfsburg will er dies nun nachholen.

Dabei wissen sie in Hamburg natürlich, dass es gegen den Spitzenreiter nicht leichter werden

wird. Im Gegenteil: Der Gast sicherte sich beim 5:0 über den VfB Oldenburg bereits den fünften

Sieg in Folge. Er ist richtig stark in diesen Tagen und wird sich auch beim HSV keinen

Ausrutscher erlauben wollen.

Hannover 96 II – Lüneburger SK Hansa (Sonnabend, 13 Uhr)

Beim 2:1 über den SSV Jeddeloh hatte 96 eine Serie von neun sieglosen Spielen beendet –

und dann war das Team aufgrund einer Verlegung spielfrei. Das wirkt ein wenig unglücklich.

Andererseits hatte der Gastgeber (14.) ja nun gleich zwei Wochen, um sich mit dem

Erfolgserlebnis im Rücken auf das Duell gegen den LSK (11.) vorzubereiten. Die Lüneburger

sammelten zwar neun Punkte mehr als ihr Gegner. Sie waren zuletzt aber nicht mehr ganz so

erfolgreich wie zuvor. Lediglich ein Sieg gelang dem Gast in den vergangenen sechs Partien

(1-0-5).

SV Werder Bremen II – Holstein Kiel II (Sonnabend, 14 Uhr)

Das zweite Nachwuchsduell des Spieltags. Es dürfte nicht weniger spannend werden. Der

Gastgeber ließ auch in den vergangenen Wochen die Konstanz vermissen (2-2-1), kam bei St.

Pauli II nicht über ein 1:1 hinaus und belegt derzeit Rang sieben. Seinem Gegner geht es

mittlerweile nicht deutlich besser: Zuletzt gewann Holstein zwar mit 1:0 gegen den HSV II,

insgesamt holte der Tabellensechste in den letzten fünf Spielen aber zwei Punkte weniger als

die Bremer (2-1-2). Somit geht es nun für beide Teams um den Anschluss an die Spitzengruppe.

BSV Rehden – SC Weiche Flensburg (Sonnabend, 15 Uhr)

Das Spiel beim HSC Hannover fiel aus, und so wurde der BSV Rehden ein wenig

zurückgeworfen – nämlich bis auf Rang acht. Am eigentlichen Saisonverlauf ändert dies jedoch

nichts: Der Gastgeber spielt eine starke Saison und zählt zweifellos zu den positiven

Überraschungen der Liga. Angesichts der engen Tabellensituation werden die Rehdener auch

lediglich durch vier Punkte von der drittplatzierten Weiche getrennt. Es ist also noch alles drin.

Für den Gast allerdings auch. Die Flensburger müssten nach der überraschenden 0:2-

Heimniederlage gegen Halvelse nur zurück in die Erfolgsspur.

Eintracht Norderstedt – FC St. Pauli (Sonntag, 14 Uhr)

„Unsere neuformierte Mannschaft hat zuletzt immer besser zusammengefunden“, sagt Eintracht-Präsident Reenald Koch. Die vier Siege in Folge sprechen eben eine deutliche Sprache – bis

auf den fünften Rang verbesserte sich der Gastgeber. „Unser Ziel wird aber immer sein,

möglichst früh die 40 Punkte zu erreichen“, betont Koch angesichts der nun sehr guten

Aussichten. Der Eintracht fehlen also noch sechs Zähler, um den vorzeitigen Klassenerhalt zu

feiern. Drei wollen sie gegen St. Pauli gewinnen. Der Derbygegner ist allerdings auch seit vier

Partien ungeschlagen (2-2-0) und benötigt die Punkte als 13. selbst. Es könnte also ein enges

Duell werden.

TSV Havelse – SSV Jeddeloh (Sonntag, 14 Uhr)

Unterschiedlicher könnten die letzten Ergebnisse kaum sein: Der TSV Havelse gewann drei der

letzten vier Spiele, zuletzt gar mit 2:0 in Flensburg; der SSV Jeddeloh verlor drei der letzten vier

Partien und gewann dabei nur einen Punkt. Es ist wohl kein Wunder, dass in diesem Duell der

Neunte gegen den 15. antritt und diese Teams durch stattliche 15 Zähler getrennt werden. Die

Favoritenstellung geht damit klar an den Gastgeber – was in dieser Regionalliga aber ja nicht

viel bedeuten muss.

VfB Oldenburg – HSC Hannover (Sonntag, 14 Uhr)

Dieses 0:5 in Wolfsburg mussten sie erst einmal verdauen. „Das Ergebnis tut schon weh, wir

haben dem Tabellenführer mehr als eine Stunde lang einen Kampf auf Augenhöhe geboten.

Am Ende entscheiden der Elfmeter und die individuelle Qualität, denn Wolfsburg nutzt seine

Möglichkeiten, wir dagegen nicht“, fasste Jürgen Hahn, Sportlicher Leiter des VfB, die Pleite

beim Spitzenreiter zusammen. Man darf also davon ausgehen, dass der Tabellenzehnte mit

Wut im Bauch antreten wird. Ob das zuletzt spielfreie Schlusslicht dem etwas entgegenzusetzen

hat? Es sollte. Schließlich wird der HSC mittlerweile durch sieben Punkte von einem

Nichtabstiegsplatz getrennt.



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Flutlichtspiel, geil, ich freue mich!

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Der Heider SV ist absolut nicht tauglich für die Regionalliga...

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Tottenham Hotspurs wohl auch nicht Champions League tauglich aufgrund einer 2:7 Heimniederlage gegen den FC Bayern, am Ende reicht's aber trotzdem für's weiterkommen, so what.

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0:7, das war deftig

(Keine Antwort)

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