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Die programmierte Entlassung

Um Andre Schubert war es schon länger einsam geworden. Vor zwei Wochen fand er die Niederlage beim FC St. Pauli unglücklich - das war nicht von der Hand zu weisen: Holstein Kiel stellte nach allgemeinem Ermessen die bessere Mannschaft. Trotzdem musste Schubert in der Folgezeit einiges über eine sich anbahnende Entlassung lesen. Das 0:3 beim 1. FC Heidenheim war insofern eine sich selbst erfüllende Prophezeiung. Die Spieler hatten ihr Alibi.

Schubert, am Sonntag trotz laufenden Vertrags bis 2021 freigestellt, bleibt eine Episode bei der KSV Holstein. Das allein kann es aber nicht sein. Von der Transferpolitik bis zum öffentlichen Umgang - in Kiel ist einiges zu hinterfragen. 



Wolfgang Ehlers

Wolfgang Ehlers
Wolfgang Ehlers, Jahrgang 1957, Redakteur im Verlag Boyens Medien seit über 23 Jahren, ist Dithmarscher von Geburt an und ein jahrzehntelanger Beobachter der Sportszene.

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Es ist wie immer: Erst ist alles gut und dann alles schlecht. Schnelllebige Zeiten.

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Lieber Wolfgang,
ich finde du bringst es genau auf dem Punkt.
Wenn man 2 Jahre hintereinander einen komplett Ausverkauf der Leistungsträger über sich ergehen läst,vllt.auch ergehen lassen muss weil einem für gute Spieler die Finanzkraft und die sportlice Perspektive Erstklassigkeit fehlt,zudem der Mann an der Seite auch jedes Jahr ein neuer ist,man sich im Gegensatz überwiegend nur mi [...]
Lieber Wolfgang,
ich finde du bringst es genau auf dem Punkt.
Wenn man 2 Jahre hintereinander einen komplett Ausverkauf der Leistungsträger über sich ergehen läst,vllt.auch ergehen lassen muss weil einem für gute Spieler die Finanzkraft und die sportlice Perspektive Erstklassigkeit fehlt,zudem der Mann an der Seite auch jedes Jahr ein neuer ist,man sich im Gegensatz überwiegend nur mit Talenten der 3.Liga "verstärkt"dann kann es schon passieren,dass es schwierig wird.
Wenn zudem die letzten verbliebenen Spieler Mühling,Schmidt,Wahl,v.d.Bergh,es nicht schaffen die Talente zu führen und mehr oder weniger mit sich selbst zu tun haben wird es nicht einfacher aber wenn ein sportlicher Leiter Wohlgemuth sich schon vor 14 Tagen hinstellt und behauptet,der Kader wäre stark genug dann ist das schon zu hinterfragen.
Was mich aber vor allem aufregt ist,dass er sich hinstellt und die Entlassung damit begründet,dass er um die Schwere der Aufgabe weiss und nicht glaubt,dass mit Schubert die Wende geschafft wird.
Ich behaupte Mal,dass über die Landesgrenzen hinaus die Arbeitsweise des Trainers bekannt war,auch das er an der Linie nicht den Hampelmann macht (haben Hitzfeld u.Heynckes aber auch nicht)war nicht neu.
Ihm jetzt aber nach nur 6 Spieltagen die Qualität abzusprechen die ihm vor wenigen Monaten noch prädestiniert für diese Aufgabe erschienen liessen finde ich schon sehr bemerkenswert.
Vielleicht sollte sich Hr.Wohlgemuth auch selbst mal hinterfragen!!!

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