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Doppelfehler in München

Ein Fehler ist erst richtig einer, wenn man ihn zweimal begeht. Das ist in München passiert, aber zur selben Zeit von unterschiedlichen Personen. Die Führungsetage verpflichtete Carlo Ancelotti. Das war ein Irrtum, den der Trainer erwiderte. Ein Doppelfehler also.

Beim FC Bayern waren sie der nervigen Maßregelungen des Pep Guardiola überdrüssig. Das störrische Feilen an Winzigkeiten, die ständige Optimierung passte nicht zum Mia-san-mia-Selbstverständnis des Rekordmeisters. 

Ancelotti hatte immer die Besten der Besten. Es reichte, sie in Madrid bei Laune zu halten. Ein umgänglicher Zeitgenosse soll er ja sein, der italienische Genussmensch.

Einen ausgeglichenen Kader mit vielen Stars, aber ohne Superstars und ohne feste Hierarchien zu moderieren - daran ist Ancelotti gescheitert. 

Und dann zeigte sich auch, dass Lahm (der aufgehört hat) und Neuer (der operiert wurde) als Führungsfiguren nicht zu ersetzen sind. Noch ein Doppelfehler.



Wolfgang Ehlers

Wolfgang Ehlers
Wolfgang Ehlers, Jahrgang 1957, Redakteur im Verlag Boyens Medien seit über 23 Jahren, ist Dithmarscher von Geburt an und ein jahrzehntelanger Beobachter der Sportszene.

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