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Eagles patzen am Lehmwohld

Gegen Bernau flogen die Eagles tief. Archivfoto: Jensen

Nach einer Mitteilung des Vereins

Die freundliche Formulierung lautet: Zu Hause kommen die Itzehoe Eagles nicht in Schwung. Es geht auch deutlicher: Gegen den SSV Lok Bernau zeigten die Eagles in der 2. Basketball Bundesliga eine schwache Leistung. Das Ergebnis war auch in der Höhe verdient: 76:97 (15:23, 23:26, 18:28, 20:20). 

Unter dem Korb hatte Eagles-Coach Pat Elzie vor der Partie Vorteile für sein Team ausgemacht. Und nach nicht einmal zwei Minuten hatte bei den Gästen mit Lorenz Brenneke einer der langen Spieler schon drei Fouls auf dem Konto. 

Allerdings gab es einen Platz, wo der Ball aus Eagles-Sicht viel zu selten landete: unter dem Korb. Gelang es dann doch, die eigenen Mitspieler dort in Position zu bringen, wurden viele Chancen vergeben. Zu Beginn reichte es noch, um mit den Gästen mitzuhalten, die vom starken Aufbauspieler Bennet Hundt (22 Punkte, 9 Vorlagen) angeführt wurden. Doch das 13:12 durch Anthony McDonald war die letzte Führung der Eagles. 

In der Verteidigung kassierten sie immer wieder Fouls, Bernau ging durch sehr sichere Freiwürfe in Führung und baute diese immer weiter aus. Beim 15:27 zu Beginn des zweiten Viertels war die Gästeführung erstmals zweistellig, Elzie nahm eine Auszeit und wurde laut. Wenig später beim 21:32 brauchte er schon die nächste, doch am Spiel seiner Mannschaft änderte sich wenig. 

Das Engagement war den Itzehoern nicht abzusprechen, dennoch wirkten sie in vielen Situationen seltsam energiearm und einfach nicht aggressiv genug, das Zusammenspiel blieb meistens statisch. Im zweiten Viertel schafften sie es fast überhaupt nicht mehr, den Ball ans Brett zu bringen, die Punkte fielen meist aus der Distanz, vor allem durch Johannes Konradt. Bernau spielte nicht überragend, aber gut, solide und trotz des jugendlichen Alters der meisten Akteure abgeklärt. Das Ergebnis waren gute Würfe und hohe Trefferquoten gegen eine Eagles-Verteidigung, die den Gegner nicht ansatzweise in den Griff bekam. Nur weil die Itzehoer durch Konradt und Erik Nyberg die letzten fünf Punkte der ersten Hälfte erzielten, fiel der Halbzeitrückstand mit 38:49 nicht so hoch aus, wie er sich anfühlte. 

Ein etwas besserer Start ins dritte Viertel ließ die Gastgeber bis auf acht Punkte herankommen. Doch es blieb ein Strohfeuer: Zwei Fehler vorne, schon war der Rückstand wieder bei 13 Punkten. Und er wuchs ständig weiter bis zum 56:77 nach diesem Abschnitt. Die Entscheidung war längst gefallen, aber die Reaktion der Fans war bewundernswert: Angestachelt von Hallensprecher Peter Poppe sorgten sie weiter für Stimmung, dabei halfen auch zwei schnelle Dreier von McDonald. Mehr kam allerdings nicht, von einer Aufholjagd waren die Eagles weit entfernt. Bernau steuerte ungefährdet dem Sieg entgegen, wenigstens die dreistellige Niederlage blieb den Eagles erspart. 

„Super enttäuscht“ war Elzie nach dem Spiel und außerdem „ein bisschen ratlos, was die Verteidigung angeht“. Nach großer Analyse war ihm nicht: Es gelte, nach vorne zu schauen und die Pleite möglichst am kommenden Sonntag bei den Dresden Titans wieder gut zu machen. 

Itzehoe Eagles: Johannes Konradt (24, 4 Dreier), Anthony McDonald (20, 4 Dreier, 5 Assists), Stefan Schmidt (10, 7 Rebounds), Justinas Zirlys (7), Erik Nyberg (6), Flavio Stückemann (5, 1 Dreier), Lars Kröger (2), Joachim Feimann (2), Thorben Haake, Fabio Galiano, Lucas Wilke, Tim Lang.



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