background
Uhr ·

Eine unseriöse Vertragsklausel

Vincenzo Grifo ist ein ordentlicher Bundesliga-Spieler. Ein Star der Branche ist er nicht. Deshalb hat ihn die TSG 1899 Hoffenheim zum SC Freiburg zeihen lassen - sieben Millionen haben sich die Breisgauer den Spaß kosten lassen. In der vergangenen Saison war Grifo von Hoffenheim verliehen worden.

Bis hierhin ist das alles ein seriöses Geschäft. Eine Zusatzklausel bringt ein Geschmäckle rein. Grifo darf im bevorstehenden Bundesliga-Spiel des Sportclubs in Sinsheim nicht spielen. Die TSG Hoffenheim hat diese Klausel in den Vertrag schreiben lassen. Man fragt sich, was das soll.

Zunächst einmal ist die Begründung klar. Hoffenheim möchte Ärger im eigenen Haus vermeiden, falls der Spieler möglicherweise ein entscheidendes Tor für Freiburg erzielt. Ausdruck eines ordentlichen, fairen Wettbewerbs ist es nicht. Denn das ist ja wohl Sinn eines jeden Arbeitsvertrags - dass der Arbeitnehmer seine ganze Kraft für das Unternehmen einsetzt.

Klauseln wie diese grenzen an Mauschelei. Sie sind, schlicht und ergreifend: unseriös.



Wolfgang Ehlers

Wolfgang Ehlers
Wolfgang Ehlers, Jahrgang 1957, Redakteur im Verlag Boyens Medien seit über 23 Jahren, ist Dithmarscher von Geburt an und ein jahrzehntelanger Beobachter der Sportszene.

« Zurück

Diskutiere über diesen Artikel

(Keine Antwort)

Dein Kommentar