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Kühnes Daumenschrauben

Der Zeitpunkt ist nicht zufällig. Klaus-Michael Kühne reitet seine nächste Attacke gegen die Vereinsführung des Hamburger SV in einer Länderspielpause. Das garantiert, weil sonst nichts los ist, größtmöglichen Effekt.

Man muss den Milliardär ernst nehmen. Er senkte den Daumen über Ex-Manager Kreuzer, den einen oder anderen - nahezu im Jahresrhythmus passiert das, auch wenn Kühne die entsprechenden Akteure selbst finanzieren half.

Jetzt trifft Heribert Bruchhagen und Jens Todt der Bannstrahl. Kühne will auch direkt eingreifen in die Besetzung des „unabhängigen“ Aufsichtsrats, was kaum in Einklang zu bringen ist mit den einschlägigen Bestimmungen des Ligaverbandes, aber egal: wer bezahlt, schafft an.

Das ist das Dilemma des Hamburger SV, dessen Kontinuität allein die ständige Abstiegsgefahr ist. Sinnvolle Personalpolitik sieht anders aus. Die Handelnden wissen das auch.

Sie stecken aber in Kühnes Daumenschrauben.



Wolfgang Ehlers

Wolfgang Ehlers
Wolfgang Ehlers, Jahrgang 1957, Redakteur im Verlag Boyens Medien seit über 23 Jahren, ist Dithmarscher von Geburt an und ein jahrzehntelanger Beobachter der Sportszene.

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