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Kurzes Bangen - große Freude

Versetzte Itzehoe kurz in Schrecken: Flavio Stückemann.

Itzehoe Eagles schlagen Oldenburg

Es war eigentlich ein richtig schöner Basketball-Abend für die Itzehoe Eagles. Ihren Gegner, die Baskets Juniors Oldenburg, hatten sie gut im Griff und holten sich vor sehr gut gefüllten Rängen einen sicheren Heimsieg: 87:72 (19:15, 31:18, 19:19, 18:20). 

Doch diese Szene zweieinhalb Minuten vor Schluss trübte die Party: Bei einer Aktion unter dem eigenen Korb knickte Eagles-Kapitän Flavio Stückemann um und musste direkt ins Krankenhaus. 

Von dort sorgte er bald darauf allerdings für kollektives Aufatmen im Eagles-Lager: keine schlimme Verletzung, voraussichtlich nur wenige Tage Pause. 

Im ersten Angriff für die Eagles traf direkt Chris Hooper trotz Foulspiels und versenkte auch den Freiwurf. Viel mehr Körbe sahen die Zuschauer in der Anfangsphase nicht, nach vier Minuten stand es gerade mal 4:4. Die Itzehoer verteidigten auch in diesem Spiel stark, nur gelegentlich musste sich ihr Coach Patrick Elzie ärgern, weil die Oldenburger doch zum Korb durchkamen. Von außen trafen sie während der gesamten Partie schlecht und schwächelten auch von der Freiwurflinie. 

Die Offensive der Eagles kam ebenfalls nur langsam in Schwung, von acht Dreierversuchen saß nur einer. Hooper trug sie mit neun Punkten und sechs Rebounds durch das erste Viertel. Im zweiten Abschnitt entschieden die Eagles die Partie. Ballgewinne führten zu einfachen Punkten, zudem saßen jetzt vier von sieben Dreiern. Chaed Wellian erzielte mit dem 30:19 die erste zweistellige Führung, Flavio Stückemann sorgte mit zwei Freiwürfen zwei Minuten vor der Halbzeit für das 46:25. 

Als Elzie einige Spieler von der Bank brachte, geriet das Eagles-Spiel in leichte Unordnung. Dennoch war die Pausenführung deutlich mit 50:33. „Es war wichtig, dass wir diesen großen Vorsprung zur Halbzeit hatten“, sagte Elzie. Dass Oldenburg eine starke Mannschaft sei, habe das Team bewiesen in einem ausgeglichenen dritten und knapp gewonnenen vierten Viertel. 

Aber die Niedersachsen spielten längst nicht stark genug, um die Eagles noch in Gefahr zu bringen. Dafür sorgte auch die Treffsicherheit der Gastgeber: Neun Dreier versenkten Johannes Konradt, Marko Boksic, Thorben Haake und Flavio Stückemann in der zweiten Hälfte, immer wieder auch zum richtigen Zeitpunkt, um Oldenburger Hoffnungen auf eine Aufholjagd schon im Keim zu ersticken. „Die Jungs waren heute sehr fokussiert“, stellte Elzie auch mit Blick auf die klar gewonnene Rebound-Statistik (43:27) fest. 23 Vorlagen waren ein Beleg für das teilweise schöne Zusammenspiel seines Teams. 

Gästetrainer Artur Gacaev brachte es auf den Punkt: „Itzehoe war die bessere Mannschaft.“ Diese hat nun wie gewünscht die Heimbilanz ausgeglichen und die Gesamtbilanz erstmals positiv gestaltet. Kommenden Sonntag geht es für die Eagles zum Tabellennachbarn Bernau. 

Itzehoe Eagles: Chris Hooper (18, 13 Rebounds), Marko Boksic (16 (4 Dreier), Johannes Konradt (15, 4 Dreier), Thorben Haake (11, 3 Dreier), Flavio Stückemann (10, 2 Dreier, 8 Assists), Chaed Wellian (9, 1 Dreier), Lars Kröger (5), Stefan Schmidt (3), Alieu Ceesay, Joachim Feimann, Niko Tsokos, Ole Friedrichs.



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