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Leipziger Tradition

Der Stadtführer in Leipzig hatte ein bestechendes Argument. Er selbst sei ein in der Wolle gefärbter Anhänger der BSG Chemie. Die Konkurrenz zum zweiten Traditionsverein, dem 1. FC Lokomotive Leipzig, sei groß und unheilbar. Er habe aber auch eine Dauerkarte bei den roten Bullen, wegen des attraktiven Bundesliga-Fußballs dort. Und, jetzt kam es, man könne doch einem Verein im hochprofessionellen Sportbetrieb nicht das Vorhandensein von Geld zum Vorwurf machen.

Wahr gesprochen: Der FC Bayern scheffelt Millionen, Dortmund geht an die Börse, und die Hertha . . ?

RB Leipzig hat zur wirtschaftlichen Potenz viele richtige Entscheidungen auf dem sportlichen Sektor getroffen, nie die großen Stars verpflichtet, sondern junge Leute geduldig aufgebaut. Den Lohn ernten die Sachsen jetzt: Sie werden auf Jahre bis Jahrzehnte nicht aus der Spitzengruppe zu verdrängen sein. 

Dazu kommt: Ein gut beleumundetes Meinungsforschungsinstitut setzt RB Leipzig gemeinsam mit dem 1. FC Köln auf Platz drei der beliebtesten deutschen Erstligisten; man muss nicht raten, dass die Bayern und Dortmund vorplatziert sind.

Aber auch da werden die roten Bullen heranrücken -, in Kürze, sobald sie die Tradition eines Champions-League-Teilnehmers entwickelt haben.



Wolfgang Ehlers

Wolfgang Ehlers
Wolfgang Ehlers, Jahrgang 1957, Redakteur im Verlag Boyens Medien seit über 23 Jahren, ist Dithmarscher von Geburt an und ein jahrzehntelanger Beobachter der Sportszene.

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