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Regionalliga bleibt bei 22 Vereinen

Aufstiegsfreude - und sogar ein zweites Regionalliga-Jahr ist für den Heider SV drin. Die 22 Teams umfassende Staffel soll möglicherweise in Stufen auf die Zahl 18 zurückgeführt werden. Foto: Jensen

Antrag auf weitere Aufstockung abgelehnt/Nach einer Mitteilung des Verbandes

Der Außerordentliche NFV-Verbandstag kam erstmals in der Geschichte des NFV mit seinen Mitgliedern in einer digitalen Versammlung zusammen. Von den 195 Delegiertenstimmen (aufgeteilt in Stimmen der vier norddeutschen Landesverbände, Vereine und persönliche Stimmen der 13 stimmberechtigten Mitglieder des NFV-Präsidiums) waren 175 Stimmen im virtuellen Raum anwesend. 

Einstimmig wurde dabei dem Antrag des NFV-Präsidiums auf Abbruch der Spielzeit 2019/2020 in allen Ligen und Wettbewerben unter Berücksichtigung der Quotienten-Regelung ohne Absteiger entsprochen. Zugrunde gelegt wurden dabei die Tabellenstände mit Stichtag 12. März 2020. 

Damit ist diese für alle Beteiligten so schwierige Saison auch offiziell beendet. „Niemand hätte gedacht, als in den einzelnen Ligen im vergangenen Sommer der Startschuss fiel, dass die Spielzeit auf diese Art und Weise beendet werden muss und uns alle vor so große Herausforderungen stellt“, resümierte NFV-Präsident Günter Distelrath nach der Entscheidung. „Ich bin überzeugt, dass Offizielle, Spieler und Fans aller Teams die Saison lieber auf sportlichem Wege beendet hätten, dennoch gratuliere ich allen Meistern zu ihrem Erfolg und wünsche den Aufsteigern alles Gute für kommenden Monate.“

Ebenso Inhalt dieses Antrages war, Mannschaften, die sich in der Abschlusstabelle der höchsten Landesverbandsspielklasse auf den ordnungsrechtlich und ausschreibungsgemäß direkten Aufstiegsplätzen befinden (also für den Aufstieg qualifiziert sind) aufsteigen zu lassen. Die Regionalligen Nord werden somit in der nächsten Spielzeit aufgestockt, die Sollstärke der einzelnen Staffeln soll aber spätestens zur Saison 2022/2023 wieder erreicht werden. 

So werden zum Beispiel in der Regionalliga Nord der Herren in der kommenden Saison erstmals 22 Teams an den Start gehen. Ein Antrag für eine weitere Aufstockung der Regionalliga Nord der Herren und Aufnahme des VfL Oldenburg und 1.FC Germania Egestorf/Langreder wurde von den Delegierten abgelehnt. 

Ein Antrag des NFV-Präsidiums sowie des NFV-Frauen- und Mädchenausschusses, die Ermittlung des Aufsteigers in die B-Juniorinnen-Bundesliga per Losverfahren durchführen zu können, wurde von den Delegierten befürwortet. Hintergrund ist, dass eine Meldung zur B-Juniorinnen- Bundesliga bis spätestens 30. Juni 2020 beim DFB vorliegen muss, eine Qualifikationsrunde aber durch die Covid-19-Pandemie bis zu diesem Zeitpunkt nicht durchgeführt werden kann. Von den drei gemeldeten Mannschaften, Rahlstedter SC, Holstein Kiel sowie Hannover 96 ist nur eine Mannschaft aufstiegsberechtigt. 

NFV-Präsident Günter Distelrath bedankte sich nach der etwa einstündigen Konferenz bei den Delegierten aus Vereinen und Verbänden für die Arbeit der vergangenen Wochen und machte deutlich, dass „es in solchen Zeiten immer nur gemeinsam geht. Wir haben in dieser außergewöhnlichen Situation viele neue Wege gehen müssen und dabei einiges erreicht. Lassen Sie uns auch in den kommenden Wochen und Monaten den eingeschlagenen Pfad nicht verlassen und weiterhin gemeinsam die nächsten Entscheidungen angehen.“ 

Der Präsident zeigte sich zuversichtlich, dass bei insgesamt rückläufigen Infektionszahlen und der Tatsache, dass aufgrund der geringen durchschnittlichen Kontaktzeiten zwischen Spielern auf dem Spielfeld eine Übertragung der Infektion beim Fußball im Freien sehr unwahrscheinlich ist, ein baldiges Fußballspielen unter Wettkampfbedingungen im Amateur- und Jugendbereich wieder möglich sein wird. 

In diesem Zusammenhang warb Distelrath noch einmal nachdrücklich für die Installation und aktive Nutzung der Corona-Warn-App, die aus seiner Sicht ein probates Mittel darstellt, um sehr schnell Infektionsketten zu erkennen und entsprechend aktiv zu werden.



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