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Schwarzer Tag für die HSG Marne/Brunsbüttel

Zugepackt: Gegen die Abwehr der Niedersachsen fand die HSG Marne/Brunsbüttel selten Lösungen. Foto: Jensen

Den Gruppensieg in der ersten Runde der Handball-Bundesliga kann sich die A-Jugend der HSG Marne/Brunsbüttel wohl abschminken. Nach dem auch in der Höhe verdienten 30:38 (14:16) gegen den VfL Oldenburg kann es vordringlich nur noch darum gehen,  im zweiten Heimspiel am folgenden Tag, dem 29. September, in eigener Halle gegen Grün-Weiß Schwerin das Weiterkommen abzusichern. Anpfiff ist um 15 Uhr. Das Hinspiel hatten die Dithmarscherinnen knapp gewonnen.

Auch Oldenburg hatte sich in Schwerin knapp behauptet, so dass man in der Marner Realschulhalle ein Duell auf Augenhöhe erwarten durfte. Doch daraus wurde nichts, weil sich die Niedersachsen an der Westküste in einer bärenstarken Verfassung präsentierten. „Wenn wir kleine Stellschrauben  noch ändern und die Verletzten zurückkommen, dann wird es auch schwierig, uns zu schlagen deutschlandweit - mit der Leistung wohlgemerkt“, sagte Trainer Andreas Lampe hinterher. „Wir haben heute wirklich ein sehr, sehr gutes Spiel gespielt, fokussiert, konzentriert von der ersten bis zur letzten Minute. Natürlich hätte man noch Tempo herausnehmen können, aber ich will, dass die Mädels auch unter Belastung in der 58. Minute noch Entscheidungen treffen können. Ganz großes Kompliment an alle: Wir haben ganz wenig falsche Entscheidungen getroffen im Sieben gegen Sechs. Wir haben ja bestimmt noch im zweistelligen Bereich freie (Würfe) verworfen. Ich fahre sehr glücklich nach Hause.“

Aber Oldenburg wäre vielleicht zu schlagen gewesen, vielleicht auch  von einer weniger aufgeregten Dithmarscher Mannschaft, die von Beginn an vor eigenem Publikum viele Bälle leicht verlor und nach dem Seitenwechsel einen Gegenstoß nach dem anderen kassierte. Zwei  Minuten und elf Sekunden benötigten die Gäste, um spielentscheidend von 20:18 auf 25:18 davonzuziehen. Aber auch danach ließ der mit Kräften aus der Frauen-Bundesliga verstärkte Sieger kaum nach. „Oldenburg war gut“, sagte HSG-Trainer Helge Thomsen. „Die haben uns sehr souverän ausgespielt. Wir haben relativ viele Sachen versucht, aber wir haben überhaupt keinen Zugriff gehabt.“

Marne/Brunsbüttel, das im vergangenen Jahr das Final 4 um die Deutsche Meisterschaft erreicht hat, war  das Bemühen und Moral nicht abzusprechen. Aber es fehlte auch die Übersicht, um beispielsweise den eben weitgehend mit dem siebten Feldspieler agierenden Gast mit Würfen auf das leere Tor unter Druck zu setzen. Erst zum 12:14 gelang so ein einfaches  Tor, dem weitere folgten. Und jetzt muss die neuformierte Mannschaft auch aus ihren Fehlern lernen - am besten bis zum Spiel gegen Schwerin. „Wir müssen uns etwas einfallen lassen“, sagte Thomsen, der nicht mit allen Spielerinnen einverstanden war. „Die Ellis Bruhn ist komplett überlastet. Es kommt von  den anderen viel zu wenig. Aber man kann nicht zaubern.“

HSG Marne/Brunsbüttel: Zietz, Bülow - Fahl (4), Bruhn (10/2), Asmussen (2), Herms, Loitz (1), Kollmer (3), Pfleiderer (6), Loczenski (1), Olf (3).

VfL Oldenburg: Lucas, Neuendorff - Reinemann (2/1), Rebnau (2), Teiken (11), Sophie Weyers (7), Schumacher (4), Kusian (6/3), Neumann (2), Hannah Weyers, Oberegger (2), Koconrek, Janßen (2).

Schiedsrichter: Dieckmann/Drews (Kiel/Hamburg); Zuschauer: 180.

Zeitstrafen: eine - zwei.

Spielfilm: 0:3 (4.), 1:3 (5.), 1:5 (9.), 2:6 (9.), 5:6 (14.), 5:7 (15.), 6:8 (17.), 8:8 (19.), 8:9 (19.), 10:9 (24.), 11:10 (25.), 11:14 (27.), 12:14 (29.), 14:16 - 16:16 (33.), 16:19 (35.), 18:20 (37.), 18:25 (39.), 19:25 (41.), 19:28 (43.), 20:29 (44.), 22:29 (45.), 22:32 (49.), 24:32 (51.), 24:34 (52.), 27:35 (55.), 30:37 (58.).

Mehr in der Montag-Zeitung vom 30. September.



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