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Verstoß gegen gute Sitten

Jetzt auch Ilsanker. Eintracht Frankfurt darf seinen am Freitag verpflichteten Zugang im DFB-Pokal nicht gegen RB Leipzig einsetzen. Eine entsprechende Klausel wurde im Vertragswerk verankert. Leipzig hat wohl Furcht, ausgerechnet von seinem bisherigen und nicht mehr für gut genug erachteten Spieler aus dem Wettbewerb geworfen zu werden.

Es wird wohl modern, solche Abmachungen zu treffen. Ob das dem Profi-Fußball zur Ehre gereicht, bleibt zweifelhaft. Der Kunde darf doch wohl erwarten, dass jeder Klub und jeder Spieler alles mögliche tut, um das nächste Spiel zu gewinnen. Wenn Leipzig jetzt - wie vorher schon Hoffenheim mit dem Neu-Freiburger Grifo - diese Selbstverständlichkeit konterkariert und dem Gegner die beste Aufstellung verwehrt, geht das wider den Geist sportlichen Wettbewerbs. 

Solche Klauseln gehören verboten. Sie sind ein Verstoß gegen die guten Sitten.



Wolfgang Ehlers

Wolfgang Ehlers
Wolfgang Ehlers, Jahrgang 1957, Redakteur im Verlag Boyens Medien seit über 23 Jahren, ist Dithmarscher von Geburt an und ein jahrzehntelanger Beobachter der Sportszene.

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