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Weinerliche Bayern

Das Foul, mit dem der Leverkusener Bellarabi den Bayern Rafinha in die Klinik befahl, war brutal und gehört bestraft. Sollte Bellarabi sechs bis acht Wochen zugucken müssen, wäre es nicht unangemessen.

Unangemessen war die Reaktion von Bayern-Präsident Hoeneß und Trainer Kovac, denn sie geschah mit zeitlichem Abstand zum Geschehen. Kovac (“Freiwild“) stellte außerdem die Liga unter Generalverdacht.

Dass die Bayern das nötig haben, zeigt die Nervosität beim Rekordmeister. Die Bundesliga ist den Münchnern nicht genug - wie sollte sie bei den großen Abständen zum Rest? Das macht aber solche Tiraden nicht besser. Die Liga-Rivalen tragen keinerlei Verantwortung für das Abschneiden der Münchner im internationalen Wettbewerb. Bellarabis Tritt ist schwer zu entschuldigen, gesunde Härte aber braucht keine Rechtfertigung.

Es ist vielmehr so, dass die Bayern, die sich übrigens des knochenharten Vidal gerade erst entledigt haben, ihre Weinerlichkeit ablegen sollten. Dann wird es vielleicht auch in der Champions League etwas.



Wolfgang Ehlers

Wolfgang Ehlers
Wolfgang Ehlers, Jahrgang 1957, Redakteur im Verlag Boyens Medien seit über 23 Jahren, ist Dithmarscher von Geburt an und ein jahrzehntelanger Beobachter der Sportszene.

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