Folgenschwerer Wimpernschlag

Von am 23.07.2012 in Blog Hentschel     |  Weitersagen:   Facebook    Twitter   StudiVZ

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Es war einmal mehr nicht das Wochenende von Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel. Ohnehin beim Deutschland-Grand-Prix noch ohne Sieg, läuft es bei ihm in diesem Jahr grundsätzlich nicht. Teamkollege Mark Webber liegt in der Weltmeisterschaft vor ihm, zudem baut der vor der Saison abgeschriebene Ferrari-Pilot Fernando Alonso seine Führung in der Meisterschaft mit jedem Rennen aus.

So auch in Hockenheim, als der Spanier seine Runden dermaßen konstant abspulte, dass an ihm kein Vorbeikommen war. Red Bull hat Vettel in dieser Saison ein Auto hingestellt, mit dem vor allem Mark Webber zurecht kommt. Damit aber nicht genug. Im Vergleich mit dem übrigen Feld hat der Renner auch noch seinen technischen Vorsprung eingebüßt. Die Folgen sind technische Defekte und ein frustrierter Weltmeister, der sich durch ein bisher sehr zähes Jahr quält.

Dass er in Hockenheim dann auch noch von Platz zwei auf Platz fünf verbannt wurde, reiht sich einfach als weitere Enttäuschung in die Sammlung der Patzer, Rückschläge und Niederlagen 2012 ein. Vettel hatte McLaren-Pilot Jenson Button in der vorletzten Runde neben der Strecke fahrend überholt, die Rennleitung sah in diesem Mannöver einen Regelverstoß.

 Das es überhaupt so weit kommen musste, lag ausgerechnet an einer Boxen-Mannschaft, die in dieser Saison bisher vor allem durch zahlreiche Pannen aufgefallen war. In Deutschland aber wechselten die englischen Mechaniker die Reifen Buttons dermaßen schnell, dass sich dieser vor Vettel einreihen konnte. 2,31 Sekunden benötigte die Mannschaft, um vier Reifen zu wechseln, Weltrekord.

Sebastian Vettel verlor durch die Spätfolgen dieses Boxen-Stopps drei Plätze und zahlreiche Punkte auf Fernando Alonso. Immerhin kam er vor Mark Webber ins Ziel. Größere Erfolge gibt es für den Weltmeister aktuell nicht zu feiern.


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