background
Uhr ·

Der Sport geht in die Verantwortung

Erleichterung, gemischt mit einem leichten Unbehagen, kennzeichnete die Pressekonferenz der schleswig-holsteinischen Landesminister Sütterlin-Waack und Garg. Triumphgesänge waren auch von den Vertretern der Sportfachverbände nicht zu vernehmen, obwohl ohne ihr Engagement eine Lockerung des Spielverbots in den Mannschaftssportarten nicht zustande gekommen wäre. Allen obliegt jetzt eine große Verantwortung. Allen!

Die Pandemie ist nicht vorüber. Was immer in Berlin, Stuttgart, Dortmund oder Russland von sich gegeben wird - wir werden noch monate-, vielleicht jahrelang mit dem Virus umgehen müssen. Trotzdem darf das Leben nicht ruhen. Minister Garg sagte es richtig: Ein Dasein ohne Bewegung ist auch gesundheitsgefährdend.

Es ist kein fauler Kompromiss, der in Kiel geschlossen wurde. Es ist ein guter. Und es ist eine tragfähige Lösung,  sofern es in den Hallen und auf den Sportplätzen keine Ausreißer gibt. Das Gemeinschaftserlebnis wird immer noch auf Abstand stattfinden müssen. Wer es ignoriert, könnte belangt werden. Aber es kann nicht die Angst vor Strafe sein - Einsicht und Selbsterziehung, für die der Mannschaftssport prädestiniert ist, sind das Gebot der Zeit. Partys mit und ohne Ball wird es so schnell nicht wieder geben.

Der Sport ist in die Verantwortung gegangen. Dass er ihr gerecht wird, liegt im Interesse aller.



Wolfgang Ehlers

Wolfgang Ehlers
Wolfgang Ehlers, Jahrgang 1957, Redakteur im Verlag Boyens Medien seit über 23 Jahren, ist Dithmarscher von Geburt an und ein jahrzehntelanger Beobachter der Sportszene.

« Zurück

Diskutiere über diesen Artikel

My Image

Die Bayern 8:2 gegeb Barca. Das war einfach nur WOW.

(Keine Antwort)

Dein Kommentar