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Fauler Zauber um Kovac

Fredi Bobic, Kind der Bundesliga, hat zwischen Stuttgart und Berlin mehrmals den Standort gewechselt. Die Vorstellung, er sei Fan eines Vereins, ist naiv. Auch Bobic versucht, das Beste herauszuholen – für sich und seinen Arbeitgeber.

Fredi Bobic empört sich über die Bayern, die ihm den Trainer nehmen. Das ist scheinheilig. Bobic muss um den Vertragsinhalt des Angestellten Kovac gewusst haben, mit der Freigabeklausel für die Bayern. Der Trainer hat die Klausel hineinschreiben lassen, weil er bei Gelegenheit „den nächsten Schritt“ auf der Karriereleiter machen möchte. Dass die Klettertour kurz- bis mittelfristig nach München führen könnte, war ganz abwegig niemals. 

Wie Kovac sich verhält, ist trotzdem nicht die feine Art. Die Vertragsgespräche mit den Bayern will er am Donnerstag zwischen Vor- und Nachmittag begonnen und erfolgreich beendet haben, als wohnte so einem Vertragswerk, das von Anwälten und Beratern gewogen wird, nicht manche Tücke inne. Hier gibt ein Profi den Märchenonkel. 

Die Bayern schließlich begreifen sich einmal mehr als einzigen Fixstern am deutschen Fußballhimmel. Die Frankfurter zu informieren, hielten sie, wie Karl-Heinz Rummenigge im Fernsehen zugab, nicht für nötig. Schließlich hat sich die Erde um sie zu drehen, so lautet Rummenigges Credo. 

Bobic, Kovac, Bayern – das ist kein magisches Dreieck. Das ist ein fauler Zauber.



Wolfgang Ehlers

Wolfgang Ehlers
Wolfgang Ehlers, Jahrgang 1957, Redakteur im Verlag Boyens Medien seit über 23 Jahren, ist Dithmarscher von Geburt an und ein jahrzehntelanger Beobachter der Sportszene.

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Lieber Wolfgang, Fredi Bobic hat sich nicht über den Abgang an sich echauffiert, sondern die Vorgehensweise des FCB und da hat er komplett recht. Die Eintracht ist gut drauf und steht vor wichtigen Wochen. Da hätte man die Kommunikation anders betreiben können zum wohler aller.

Aber das hat der FCB nicht nötig. Wie gesagt Abgang ist ok, aber die Art und Weise sowohl von Kovac als auc [...]
Lieber Wolfgang, Fredi Bobic hat sich nicht über den Abgang an sich echauffiert, sondern die Vorgehensweise des FCB und da hat er komplett recht. Die Eintracht ist gut drauf und steht vor wichtigen Wochen. Da hätte man die Kommunikation anders betreiben können zum wohler aller.

Aber das hat der FCB nicht nötig. Wie gesagt Abgang ist ok, aber die Art und Weise sowohl von Kovac als auch dem FCB daneben

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Mitleid sollte man in dem Fall einzig und allein mit dem FCB haben, wenn die jetzt schon so eine Graupe verpflichten müssen.

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