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Formstarke Lüneburger erwarten Altona

Unterschiedliche Wege gingen der Heider SV und der 1. FC Phönix Lübeck am Mittwoch. Foto: Bergmann

Phönix mit frischem Wind unter den Flügeln

Das Ende der englischen Woche naht: Nach drei Spielen innerhalb weniger Tage werden die Tabellen in Nord und Süd schon ein wenig mehr Aussagekraft besitzen. Insofern besteht am Wochenende noch einmal eine gute Gelegenheit, sich eine gute Ausgangsposition für die kommenden Wochen zu sichern. Der FC Eintracht Norderstedt (Nord) und HSC Hannover (Süd) sind allerdings spielfrei. 

Als schleswig-holsteinischer Schiedsrichter von der Partie  ist Max Rosenthal, der mit Marcel Colmorgen und Jannek Hansen das Duell zwischen dem FC St. Pauli II und der Spielvereinigung Drochtersen/Assel leitet.

Die Regionalliga-Vorschau von Stefan Freye (Norddeutscher Fußballverband)

Staffel Nord

 1. FC Phönix Lübeck – SC Weiche Flensburg 08 (Sa., 13 Uhr) 

Beim 3:0 in Heide brachte der Gastgeber gerade den zweiten Saisonsieg unter Dach und Fach. Mit sechs Punkten aus vier Spielen befindet sich der Aufsteiger also im Soll. Aber ob die „Adler“ auch etwas gegen den Staffel-Primus ausrichten können? Beim 1:0 über die SpVgg Drochtersen/Assel landete Weiche gerade den vierten Sieg im vierten Spiel. „Am Ende war alles gut: Der Sieg war verdient, und das war Werbung für den Fußball“, meinte Weiche-Coach Thomas Seeliger begeistert nach dem Erfolg im Spitzenspiel. Man darf davon ausgehen, dass sich sein Team beim Neuling nun auch keine Blöße geben möchte. 

Hamburger SV II – Heider SV (So., 13 Uhr) 

Die späte 2:3-Niederlage gegen Eintracht Norderstedt war unglücklich und kostete den Gastgeber gleich mehrere Plätze. Der Tabellensiebte befindet sich mit einer ausgeglichenen Bilanz (1-2-1) aber immer noch in einer ordentlichen Position. Sein Gegner nicht: Beim 0:3 gegen Phönix blieb der Heider SV auch im vierten Spiel ohne Punktgewinn. Das Schlusslicht der Staffel Nord muss nun langsam mal den ein oder anderen Erfolg landen, möchte es nicht vorzeitig den Anschluss verlieren. 

FC St. Pauli II – SpVgg Drochtersen/Assel (So., 14 Uhr) 

Der letzte Sieg liegt schon ein bisschen zurück: Zum Auftakt hatte St. Pauli mit 3:1 gegen den Heider SV gewonnen. Danach setzte es drei Niederlagen in Folge. „Wir haben in der Defensive zu wenig Qualität auf den Platz gebracht. Unsere Spielanlage bringt uns nichts, wenn wir die Spiele verlieren", sagte Trainer Joachim Philipkowski nach der letzten Pleite, dem 1:3 in Lüneburg am Mittwoch. Der Gast verlor auch, konnte mit der knappen 0:1-Niederlage in Flensburg aber vermutlich ein bisschen besser leben. Als Tabellenvierter (2-0-2) mischt die Spielvereinigung ja noch mit in der oberen Tabellenhälfte. 

Lüneburger SK Hansa – Altona 93 (So., 15 Uhr) 

Erst drei Spiele hat der Gastgeber absolviert, sammelte dabei aber gleich sieben Punkte und blickt nun auf einen guten Start zurück. Am Mittwoch untermauerte der Tabellenzweite LSK beim 3:1-Heimsieg gegen St. Pauli II seine Form. Der Gast gewann in seiner dritten Partie die ersten Punkte und tritt nun wohl ebenfalls recht selbstbewusst an. Der 2:1-Erfolg gegen Holstein Kiel II ließ die Hamburger zudem auf den achten Rang klettern. Über die Außenseiterrolle kommen sie vorm Spiel in Lüneburg aber wohl nicht hinaus. 

Holstein Kiel II - Teutonia 05 Ottensen (So., 15 Uhr) 

Das war nicht geplant: In Altona wollten die kleinen Störche im dritten Spiel den zweiten Sieg einfahren. Die 1:2-Niederlage in Altona passte also gar nichts ins Konzept. Sie erfordert nun eigentlich einen Sieg über den Aufsteiger aus Hamburg. Allerdings: Wie ein Aufsteiger ist die Teutonia bislang nicht aufgetreten. Sieben Punkte aus drei Spielen führten den zuletzt spielfreien Gast auf den dritten Rang der Staffel Nord. Er dürfte deshalb als Herausforderung gelten – auch für Holstein Kiel II. 

Staffel Süd

 Hannover 96 II – FC Oberneuland (Sa., 13 Uhr) 

Der 3:1-Erfolg im Derby gegen den HSC Hannover versorgte den Gastgeber nicht nur mit drei Punkte, die ihn auf den dritten Platz der Staffel führten. Sie waren auch das Ergebnis eines ordentlichen Auftritts. "Ich bin zufrieden mit der Mannschaftsleistung, der Sieg war verdient", kommentierte Cheftrainer Christoph Dabrowski die Partie. Beim FCO Oberneuland war man angesichts des überraschenden 1:0 über den VfL Wolfsburg sogar euphorisch. „Wir haben eine Sensation erlebt, ich bin wahnsinnig stolz“, erklärte Trainer Kristian Arambasic nach dem zweiten Sieg in Folge. Man darf wohl sehr gespannt sein, ob der Aufsteiger den aktuellen Schwung mit ins Eilenriedestadion nehmen kann. 

VfL Wolfsburg II – VfB Oldenburg (Sa., 13 Uhr) 

Die Pleite in Oberneuland wollte VfL-Trainer Henning Bürger schnell abhaken: „Wir müssen uns gut erholen, denn wir haben jetzt ein schweres Spiel gegen Oldenburg.“ Im Top-Duell der Staffel wird Bürger die mangelnde „Effizienz“ aus dem letzten Spiel nun aber sicher nicht mehr sehen wollen. Gegen den Spitzenreiter aus Oldenburg dürfte sie ähnlich negative Folgen haben, und eine weitere Niederlage will man in Wolfsburg unbedingt vermeiden. So gesehen kann der Gast etwas entspannter in die Partie gehen: Ihm war beim 1:1 in Jeddeloh immerhin ein Punktgewinn gelungen – der VfB ist damit nach wie vor im Soll. 

SV Werder Bremen II – VfV Borussia 06 Hildesheim (Sa., 14 Uhr) 

Die Bremer gewannen auch am 4. Spieltag. Allerdings bereits am vergangenen Freitag, da die Partie beim BSV Rehden (1:0) vorgezogen worden war. Der Gast war spielfrei, und so treffen vermutlich zwei recht ausgeruhte Teams aufeinander. Dabei benötige Werder für seine vier Zähler (1-1-0) allerdings ein Spiel weniger als der VfV aus Hildesheim (1-1-1). Den bislang einzigen Sieg landete der Gast am vergangenen Wochenende, beim 1:0 bei 96 II. Womöglich weiß der VfV also umzugehen mit Nachwuchsteams. 

SV Atlas Delmenhorst – BSV Rehden (Sa., 16 Uhr) 

Das war heftig: Ausgerechnet die Heimpremiere des Aufsteigers endete mit einer 1:6- Niederlage gegen den TSV Havelse. Obwohl der Gegner zweifellos zu den ambitionierten Teams der Staffel zählt und eine gute Leistung ablieferte, hatten sie sich das bei Atlas natürlich ganz anders vorgestellt. Ob im BSV Rehden nun ein Kandidat für den ersten Heimerfolg antritt? So richtig lässt sich die Leistungsstärke angesichts von erst zwei ausgetragenen Spielen (0-1- 1) nicht einschätzen. Zur Laufkundschaft wird der BSV aber nicht gezählt. 

TSV Havelse – SSV Jeddeloh (So., 14 Uhr) 

Nach dem Ausrufezeichen folgt eine unangenehme Heimaufgabe: Im Duell mit dem SSV will der TSV die gute Form vom 6:1 in Delmenhorst natürlich bestätigen. Der Gast kann indes auch auf ein gutes letztes Ergebnis verweisen: Er war zum 1:1 gegen den VfB Oldenburg ja nicht gerade als Favorit angetreten. Sollte er nun auch in Garbsen auf Augenhöhe antreten, würde der SSV einen weiteren Schritt in die richtige Richtung unternehmen.



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