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Generalabsagen auch im Handball

Zum nächsten Oberliga-Heimspiel wollte der TSV Weddingstedt die HSG Marne/Brunsbüttel begrüßen. Kurzfristig wird das nichts. Foto. Zimmermann

Auch der Handballsport muss sich den Gegebenheiten fügen. Wenige Stunden nach der Absetzung des Spielbetriebs im Fußball meldete der Handballverband Schleswig-Holstein die Spielruhe bis mindestens zum 22. November. Inbegriffen sind die Oberligen Hamburg/Schleswig-Holstein. Das Schreiben im Wortlaut:

„Den Trainings- und Spielbetrieb in diesen turbulenten Zeiten zu organisieren, fällt uns Handballern nicht leicht. Viele ehrenamtliche Engagierte in den Vereinen der schleswig-holsteinischen Handballlandschaft sind und waren notwendig, um die vielfältigen Aufgaben rund um die Erarbeitung und Durchführung von Hygienekonzepten vorzunehmen. Wir Handballer sind sehr gut vorbereitet in die Saison 2020/2021 gestartet. 

Dies haben wir noch gestern mit den Vorsitzenden der Kreishandballverbände in einer Dringlichkeitssitzung anhand ausgewerteter Daten der ersten vier Spieltage erörtert. Dabei wurde sich entsprechend unseres satzungsgemäßen Auftrages gemeinsam darauf verständigt, den Handballsport auch in Corona-Zeiten solange wie möglich und insbesondere unter Einhaltung der aktuellen politischen Erlasse - in Bezug auf die in Schleswig-Holstein geltenden Inzidenzwerte - fortzuführen. Diese Auffassung teilen wir gerade deshalb, weil bisher keine signifikante Anzahl von Corona-Fällen auf den organisierten Trainings- und Spielbetrieb im Amateurhandball zurückzuführen war. 

Als Landesfachverband nehmen wir unseren gesellschaftlichen Auftrag gerade im Jugendsport an dieser Stelle sehr ernst. Der dynamische Charakter der Corona-Pandemie wurde uns mit voller Breitseite allerdings bereits einen Tag später wieder ins Bewusstsein gerufen. Mit großem Bedauern haben wir zur Kenntnis nehmen müssen, dass die Landesregierung um unseren Ministerpräsidenten Daniel Günther in einer Pressekonferenz am heutigen Dienstag-Mittag auf die steigenden Infektionszahlen in der Corona-Pandemie drastische Maßnahmen ab dem kommenden Wochenende angekündigt hat. Demnach soll ab Samstag, 31.10.2020, für die nächsten drei Wochen im öffentlichen Raum eine Kontaktbeschränkung auf maximal zehn Personen gelten. 

Die Kontaktbeschränkung lässt somit in allen Spiel- und Altersklassen der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein, der Schleswig-Holstein-Ligen und Landesligen wie auch dem gesamten Spielbetrieb der Kreishandballverbände keinen Spielbetrieb mehr zu. Die Auswirkungen der neuen Landesverordnung auf den Sport werden uns morgen Abend in einer Videokonferenz mit dem Innenministerium erläutert. Als Konsequenz hat das Präsidium des Handballverbandes Schleswig-Holstein e.V. heute Abend einstimmig beschlossen, in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein sowie dem HVSH-Spielbetrieb ab Samstag, 31.10.2020, zunächst bis zum Sonntag, 22.11.2020 (und darüber hinaus solange es die Erlasslage der Landesregierung notwendig macht), den Spielbetrieb auszusetzen. 

An dieser Stelle bringen wir klar zum Ausdruck, dass wir im Einklang mit den politischen Erlassen eine Fortsetzung des Spielbetriebes bei positiver Entwicklung des Infektionsgeschehens anstreben. Für den Handballsport in Schleswig-Holstein ist die Unterbrechung des Spielbetriebes - trotz deutlich niedrigerer Infektionszahlen als in anderen Bundesländern - ein schwerer Schlag. Dennoch respektieren wir natürlich die politischen Erlasse der Landesregierung und setzen die behördlichen Vorgaben um.“



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