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HSV in der Beweispflicht

Die Welt drehte sich um Frankfurt und Bayern, sie drehte sich um Kiel und Wolfsburg - in der Stille konnte der Hamburger SV seine Vorbereitungen für eine Sitzung treffen, deren Bedeutung kaum überschätzt werden kann. Am Sonnabend soll ein neuer Vorstand der Bundesliga-Abteilung gewählt werden. Ein Vierteljahr nach seiner Wahl zum Präsidenten des Breitensportvereins Hamburger SV e. V. werden Bernd Hoffmann Ambitionen nicht nur heimlich angedichtet, endlich auch wieder offiziell ins operative Geschäft eingreifen zu wollen.

Ein Opfer dieser Entwicklung ließe sich schon benennen: Der ehemalige Hockey-Bundestrainer Bernhard Peters, der in einem Interview am Tag vor dem wichtigen Auswärtsspiel in Frankfurt eigene Karriere-Absichten übermittelte, wäre kaum noch zu halten. Auf den gewünschten Posten könnte Peters nicht, degradieren lassen würde er sich nicht. Da gäbe es nur eine Konsequenz, zumal das den Weg zur Installierung des bisherigen Kieler Sportchefs Becker frei machte.

Der Kader entwickelt sich unterdessen. Günstige, weitgehend unbekannte Neulinge sind dabei, Kostgänger wie Papadopoulos, Kostic, Lasogga Walace und andere müssen noch von der Gehaltsliste transferiert werden. 

Lewis Holtby hat einen neuen Vertrag unterschrieben, Aaron Hunt soll es tun. Der HSV plant also auch mit Architekten des Abstiegs. Wie sich das mit einer notwendigen Neuausrichtung verträgt - das wird zu beweisen sein.



Wolfgang Ehlers

Wolfgang Ehlers
Wolfgang Ehlers, Jahrgang 1957, Redakteur im Verlag Boyens Medien seit über 23 Jahren, ist Dithmarscher von Geburt an und ein jahrzehntelanger Beobachter der Sportszene.

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