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Schiedsrichterin Wildfeuer pfeift in Heide

Jonah Gieseler (rechts) hat sich bei Heides Liga-Chef Andreas Meyenburg mit Karten für das Regionalliga-Derby eingedeckt. Wie der Neu-Flensburger die Partie sieht, steht in der gedruckten Wochenend-Ausgabe.

Nach einer Mitteilung des Verbandes

Der zweite Spieltag der neuen Regionalliga-Saison steht vor der Tür und schon wird der Spielplan durch den DFB-Pokal ein wenig durcheinandergerüttelt. Mit dem FC Eintracht Norderstedt, FC Oberneuland und dem TSV Havelse stehen drei Regionalligisten aus dem Norden in der ersten Hauptrunde und dürfen sich gegen arrivierte Bundesligisten beweisen. Der TSV eröffnet die Runde am Freitagabend (20.45 Uhr) beim 1. FSV Mainz, der FCO folgt am Samstag in Mönchengladbach (15.30 Uhr), der FC Eintracht Norderstedt spielt am Sonntag (15.30 Uhr) bei Bayer 04 Leverkusen. Die in der Regionalliga angesetzten Spiele sind auf einen späteren Zeitpunkt verlegt worden. 

Für das Wochenende bleiben in den beiden Staffeln also noch acht Begegnungen inklusive einer vom dritten Spieltag vorgeholten Partie zwischen Werder Bremen und Atlas Delmenhorst. 

Eine schleswig-holsteinische Schiedsrichterin ist auch im Einsatz: Franziska Wildfeuer aus Lübeck leitet das Landesderby in Heide mit ihren Assistenten Eike-Robert Kawen und Dajinder Pabla.

Staffel Nord: 

Heider SV – SC Weiche Flensburg 08 (Sonnabend, 14 Uhr) 

Der SC Weiche hat am vergangenen Wochenende schon einmal eindrucksvoll bewiesen, wohin die Reise gehen soll. Mit einem ungefährdeten 3:1 (3:0)-Sieg gegen einen keinesfalls zur Laufkundschaft gehörenden FC Eintracht Norderstedt, setzte sich das Team von Thomas Seeliger gleich mal an die Spitze der, zugegebenermaßen wenig aussagekräftigen, Tabelle der Staffel Nord. 

Der Heider SV verpasste gegen die U 23 des FC St. Pauli dagegen im ersten Spiel einen positiven Start. Die Vorzeichen des rein schleswig-holsteinischen Duells stehen also zugunsten des SC Weiche. Für eindeutige Tendenzen ist die Saison aber noch zu jung. 

Teutonia 05 – 1. FC Phönix Lübeck (Sonntag,  14 Uhr) 

Zwei der Überraschungsteams des ersten Spieltages treffen am Sonntag im Stadion Hoheluft aufeinander. Beide Aufsteiger konnten mit einem 2:1-Auswärtssieg die ersten Punkte in der neuen Liga sammeln und können jetzt voller Zuversicht in die nächste Runde gehen. Nach einer eher durchwachsenen Vorbereitung überraschte der F.C. Teutonia mit dem Sieg gegen die SpVgg Drochtersen/Assel vermutlich auch sich selbst ein bisschen. Nun wird sich zeigen, was die drei Punkte wert sind, wenn es an der „Hohenluft“ gegen die „Adler“ aus Lübeck geht. Das Stadion Hoheluft ist übrigens auch die Heimstätte des SC Victoria Hamburg, bis zum Jahr 2014 ebenfalls Regionalligist. 

Altona 93 – Hamburger SV II (Sonntag, 14 Uhr) 

Ein Duell der kurzen Wege zwischen Altona 93 und der „Zwoten“ des Hamburger SV. Man kennt sich gut in der Hansestadt. Wie gut, wird sich am Sonntag in der „Adolf-Jäger-Kampfbahn“ zeigen, wenn zwei der Enttäuschten des ersten Spieltages aufeinandertreffen. Die Gäste wähnten sich schon als Sieger, mussten dann aber in der Nachspielzeit den 1:1-Ausgleich gegen den Lüneburger SK Hansa verschmerzen und zwei Punkte weniger als gedacht auf der Habenseite notieren. Den Gastgeber vom AFC traf es noch ärger, das Spiel gegen Aufsteiger Phönix Lübeck wurde durch ein Tor in der buchstäblich letzten Sekunde verloren. So gilt für beide Teams ein bisschen das Prinzip der Wiedergutmachung für das kommende Spiel. 

Holstein Kiel II - FC St. Pauli II (Sonntag, 14 Uhr) 

Die jungen „Störche“ des KSV Holstein haben am Sonntag ihren ersten Einsatz in der Regionalliga Nord. Sie hatten am vergangenen Wochenende spielfrei und Zeit, sich das Geschehen aus der Ferne anzusehen. Nun geht es mit dem FC St. Pauli gegen ein Nachwuchsteam, dass sich den Start nicht besser hätte ausmalen können. Mit einer Mannschaft, deren Durchschnittsalter knapp unter 20 Jahren lag, gab es einen umkämpften 3:1- Sieg gegen den Heider SV. 

Kein Wunder, dass sich Cheftrainer Joachim Philipkowski nach der Partie recht angetan äußerte: „Ich bin mit der Art und Weise, mit der wir heute gewonnen haben, sehr zufrieden.“ Das anstehende Duell in Kiel dürfte also für beide Teams schon eine kleine Standortbestimmung sein. 

Staffel Süd: 

BSV Rehden – Hannover 96 II (Freitag, 19 Uhr) 

Hannover 96 eröffnete die Saison am vergangenen Freitag mit dem Spiel gegen Aufsteiger Atlas Delmenhorst und tat sich lange Zeit schwer gegen den mutig aufspielenden Neuling. Erst in den letzten 15 Minuten der Partie fielen die beiden Tore zum knappen 2:1-Auftaktsieg der „Roten“. Einmal mehr konnten sie sich dabei auf Toptorjäger Moussa Doumbouya verlassen. Auf diesen wird man auch beim BSV Rehden besonders achten müssen. 

Der Vorjahres-Zehnte hatte am vergangenen Wochenende spielfrei und nutzte die Zeit, um gegen die Profis von Werder Bremen zu testen. Dort zog man sich mit 0:7 durchaus achtbar aus der Affäre. Ab jetzt geht es aber um Punkte und man darf gespannt sein, wie die Mannschaft von Neu-Trainer Andreas Golombek in die Saison startet. 

Werder Bremen II – SV Atlas Delmenhorst (Sonnabend, 14 Uhr) 

Man ist freundschaftlich verbunden in Bremen und Delmenhorst. Das Erstrunden-DFB-Pokalmatch im Weserstadion zwischen Werder und Delmenhorst vor einem Jahr geriet zu einem großen Familienfest. Dazu sind einige Spieler, die schon die grün-weiße Raute auf der Brust getragen haben, im Kader der Niedersachsen zu finden. 

So kehrt zum Beispiel Philipp Eggersglüß wieder auf den „Platz 11“ zurück, nachdem er Werder 2018 in Richtung Oberhausen verließ. Nun ist der 25-jährige Abwehrspieler eine der Stützen des Aufsteigers aus Delmenhorst. Der wusste im ersten Spiel gegen Hannover 96 durchaus zu gefallen. Nach langer Führung kassierte der SV Atlas erst spät zwei Gegentreffer und musste die Heimreise ohne Punkte aber mit einigem Frust im Gepäck antreten. 

Die vorgezogene Partie des dritten Spieltages gegen den Favoriten aus Bremen ist also nicht nur ein freundschaftlicher Kick, sondern direkt eine Möglichkeit, die Enttäuschung der letzten Woche durch positive Ergebnisse zu ersetzen. 

HSC von 1893 – SSV Jeddeloh (Sonntag, 15 Uhr) 

Martin Polomka, Trainer des HSC, war nach der knappen 0:1-Niederlage beim VfB Oldenburg gar nicht so unzufrieden „Die Mannschaft hat sich als Einheit wirklich gut verkauft. Ich bin mit dem Gesamten zufrieden, wie es gelaufen ist.“ Das mag vermuten, dass er sich im Heimspiel am Sonntag gegen den SSV Jeddeloh einiges vorgenommen hat. Die Ammerländer ihrerseits kommen mit der Empfehlung eines Unentschiedens gegen den Aufsteiger aus Hildesheim. Wie dieses zu bewerten ist, weiß man in Jeddeloh vermutlich selber nicht genau. Daher dient das Spiel in Hannover möglicherweise für beide Teams schon als Fingerzeig, wohin die Reise in den nächsten Wochen gehen mag. 

VfV Borussia 06 Hildesheim – VfL Wolfsburg II (Sonntag, 15 Uhr) 

Die Vorzeichen sind so ungleich, wie sie nur sein können. Der Vizemeister des Vorjahrs ist zu Gast beim Oberligameister und Aufsteiger aus Hildesheim. Klare Sache mag man denken. Aber für die „jungen Wölfe“ ist es das erste Pflichtspiel nach langer Zeit. Am vergangenen Wochenende war das Team um den neuen Trainer Henning Bürger, der im Sommer den langjährigen Coach Rüdiger Ziehl ablöste, aufgrund einiger Abstellungen in die U-Nationalmannschaften spielfrei. Der VfV 06 startete durchaus ordentlich mit einem 1:1 in Jeddeloh in die Spielzeit und möchte an die gezeigten Leistungen gerne anknüpfen. Daher darf man gespannt sein, ob die Vorzeichen tatsächlich so unterschiedlich sind, wie sie scheinen.



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