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So plant der Verband für die 3. Liga

Die Handbälle warten darauf, endlich wieder in Betrieb genommen zu werden. Foto: Jensen

Der Deutsche Handballbund hat mit seinen Vereinen getagt und sich über den weiteren Saisonverlauf beziehungsweise für die nächste Serie Gedanken gemacht. Folgende Vorstellungen präzisiert Horst Keppler, der beim DHB für die 3. Liga der Frauen verantwortlich ist.

„Im Rahmen der Informationen können wir direkt an das Meeting vom 13. Januar anschließen, denn das, was dort nach den div. Entscheidungen der Bund-/Länderkonferenz im Hinblick auf ein verändertes Spielsystem bereits in den Raum gestellt wurde, ist angesichts der weiterhin unterschiedlichen Vorgaben der Bundesländer, Gesundheitsämter und Kommunen, aber auch Inzidenzzahlen, inzwischen Beschlusslage.

 Im Einzelnen bedeutet dies: 

1. Spielmodus Eine Saison 20-21 mit Hin- und Rückspiel ist aus terminlichen Gründen genauso vom Tisch wie eine einfache Runde ohne Rückspielserie. 

2. Abstieg Der Bundesrat hat darüber hinaus dem Antrag der Spielkommission 3. Liga vom 12. Februar 2021 zugestimmt, den Abstieg in der Saison 20-21 auszusetzen und eine weitere Aufstockung der Liga vorzunehmen. Allerdings soll durch einen erweiterten Abstieg spätestens zur Saison 23-24 wieder die reguläre Mannschaftszahl 48 gemäß Spielordnung erreicht werden. 

3. Aufstieg in die 2. Bundesliga Maximal drei Aufsteiger in die zweite Bundesliga werden ermittelt. Es können sich allerdings nur Vereine zur Teilnahme an einer evtl. Aufstiegsrunde melden, die spätestens am 15. April, also exakt in sieben Wochen, alle Lizenzierungsunterlagen bei der HBF eingereicht haben. Lizenzierungsunterlagen werden nicht von heute auf morgen zusammengestellt. 

 4. Erweiterte Spielrunde in Form von Freundschaftsspielen Den Mannschaften, die nicht an den Aufstiegsspielen teilnehmen, wird ein erweiterter Zusatzspielbetrieb in Form von Freundschaftsspielen im Zeitraum von Mitte April bis Mitte/Ende Juni angeboten. Je nach Teilnehmerzahl sind kleine, nach geografischen Gesichtspunkten eingeteilte Staffeln von vier bis sieben  Mannschaften denkbar. Das exakte Spielsystem legt die Spielkommission 3. Liga nach Eingang der Meldungen und nach Rücksprache mit den betroffenen Vereinen fest. Als endgültiger Meldetermin ist der 31. März 2021 vorgesehen. 

Hinweise dazu: Bei der Terminierung dieser Spiele wird auf die Terminplanung der weiteren Spiele um die Deutsche A-Jugend-Meisterschaft keine Rücksicht genommen, es gibt also keinen Terminschutz. 

 5. Aufsteiger aus den Oberligen Die Oberligabereiche können Aufsteiger in die 3. Liga melden, diese in der Spielordnung festgelegte Möglichkeit kann die Spielkommission nicht außer Kraft setzen. Die Zahl der Aufsteiger ist natürlich zum heutigen Zeitpunkt noch nicht bekannt! 

6. Testkonzept des DHB Für Aufstiegsrunde und Freundschaftsspiele gilt: Das Testkonzept des DHB, aktuell in der finalen Ausarbeitung, muss in beiden Bereichen umgesetzt werden. Dies gilt im Übrigen auch für Freundschaftsspiele mit Beteiligung von Drittligisten in den Landesverbänden. Landesverbände und Vereine der 3. Liga erhalten das Testkonzept noch in dieser Woche, wobei die Anmerkung erlaubt sei, dass dieses Konzept bzw. diese Vorgaben entsprechend den aktuellen Beschlüssen der Bund-/Länderkonferenz, aber auch ggf. auf Grund von neuen Erkenntnissen und Erfahrungen, die wir damit machen, zeitnahen Veränderungen unterworfen sein wird. So zum Beispiel aktuell bzgl. der Schnelltests oder möglichen Öffnungen für den Sportbetrieb. Selbstverständlich werden die Vereine immer auf dem Laufenden gehalten. 

7. Durchführungsbestimmungen für das neue Spielsystem Die Durchführungsbestimmungen für die Aufstiegsspiele und den erweiterten Spielbetrieb werden nach Eingang der Meldungen am 31.03.2021 dem neuen zweigleisigen Spielsystem angepasst und den betroffenen Vereinen Anfang April in einer Online-Konferenz vorgestellt. 

B. Anregungen/Hinweise aus den Vereinen 

• Den Wunsch der Vereine  bezüglich einer zumindest teilweise reduzierten zweiten Rate der Spielklassenbeiträge und evtl. der zweiten Rate für Sportlounge.tv wird Benjamin Chatton, im DHB-Vorstand verantwortlich für Recht und Finanzen, mit in den Vorstand nehmen. Allerdings ist zu bedenken, dass nicht nur die Vereine, nicht nur der DHB, sondern auch alle Partner des DHB aktuell wirtschaftlich von den Zwängen der Pandemie belastet sind. 

• Über Teamsport Deutschland und den DOSB versucht der DHB weiterhin Einfluss auf die Politik aller Ebenen auszuüben, um wieder in die Hallen zu kommen. Allerdings ist es offensichtlich (und zum großen Teil auch nachvollziehbar), dass in der Prioritätenliste der Sport nur einer nachgeordneten Bedeutung zugemessen wird, so dass das Resultat nur selten den Einsatz widerspiegelt. 

• Die Festlegung konkreter Termine bzgl. einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs ist derzeit (noch) nicht möglich! 

• Die Termine für die Entscheidungsspiele zum Aufstieg in die zweite Bundesliga sind je nach Teilnehmerzahl in der Anlage der Durchführungsbestimmungen aufgeführt. Je nach Anzahl der Meldungen für diese Spiele oder auch auf Wunsch der teilnehmenden Vereine können sich diese Termine noch in Richtung Mai 2021 verschieben. 

• Meldetermin für die Saison 2021/2022 bleibt für alle Drittligisten der 15. Mai 2021. 

• Für Fragen zu Spielberechtigungen sind grundsätzlich die Passstellen der Landesverbände zuständig. 

• Im Hinblick auf Ziffer 30. der Durchführungsbestimmungen erfolgt eine Kostenpoolung der bislang absolvierten 66 Spiele. Ob für die weiteren Spiele, Aufstiegsrunde und/oder erweiterte Freundschaftsspielrunde, ebenfalls eine Poolung vorgenommen wird, steht noch nicht fest. Auf jeden Fall werden Vereine, die an beiden Spielmöglichkeiten NICHT teilnehmen, auch mit keinen Kosten aus diesen Spielen belastet.  



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